Locations
Rund um den Nollendorfplatz liegen einige der bekanntesten queeren Orte Berlins: Bars, Fetisch-Shops, Restaurants, Szene-Klassiker und Gedenkorte. Viele davon begegnen dir auch auf der KiezTour — andere kannst du danach selbst weiterentdecken.
Die folgende Liste zeigt die Locations, die aktuell Teil der KiezTour sind. Manche sind bei jeder Tour dabei, andere rotieren je nach Termin und Gruppe. Wenn dich auf der Tour ein Ort besonders interessiert, frag dein*e Drag-Queen-Guide — dazu gibt es fast immer eine Geschichte.
Toms Wurst
Die kleinste und jüngste Institution am Nollendorfplatz hat sich binnen kürzester Zeit zur beliebten Currywurst-Stätte gemausert. Klein, aber oho!
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Restaurant Elefant
Berlins größte und leckerste Schnitzel-Auswahl dürfte wohl auf dieser Speisekarte zu finden sein.
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Butcherei Lindinger
Die Top-Adresse für maßgeschneiderte oder ausgefallene Fetischkleidung und entsprechendes Zubehör.
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Der neue Oldtimer
Die gemütliche Oase nahe dem KaDeWe ist ein wohnlicher Treffpunkt für jung und reif und wird auch immer wieder von Prominenten besucht.
Eisenherz
Deutschlands einzige queere Buchhandlung zeigt die unglaublich vielseitige Bandbreite queerer Bücher und berät mit Herz und Begeisterung.
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Heile Welt
Die gemütliche und wohnliche Cocktailbar ist immer ein guter Start in den Abend, die Nacht oder das Wochenende.
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BULL Berlin
Die Bar mit abgedunkeltem und beruhigtem Herrenraum an historischer Adresse hat rund um die Uhr geöffnet. Einfach Legendär!
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Vanille & Marille
Die Berliner Eismanufaktur verführt optisch und kulinarisch mit wechselnden Sorten immer zu einer Kugel mehr.
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Wagner Berlin
Das umfangreiche Sortiment an Wäsche reicht von sexy, über erotisch bis hin zu "einfach geil" und ist ein absoluter Geheimtipp, wenn für den nächsten Besuch im Club mal wieder etwas Neues gefragt ist.
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Scheune
Die beliebte Bar mit internationalem Renommee in der Fetisch-Szene verfügt über einen eigenen gynäkologischen Stuhl und so manch ungeahntes Sportgerät.
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Dreizehn
Die kleinste Bar unserer Tour ist seit über 40 Jahren eine echt große Institution - gemütlich, wohnlich, familiär.
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Denns BioMarkt
Ein BioMarkt in legendären Räumlichkeiten, in denen Stars ein- und ausgingen - bis heute ein zentraler Ort im Kiez.
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ATRIUM - Berlin
Das größte Domina- & Bizarrstudio in Berlin überzeugt mit zahlreichen stilvoll und bestens ausgestatteten Themenräumen von Rustikal, über Tempel bis hin zur eigenen Fetischklinik.
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Segunda Casa
Das "zweite Zuhause" ist eine der jüngsten Locations im Kiez und Ort für Kultur, Veranstaltungen und vieles mehr. Aber vor allem ist es gemütlich.
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Tysk Berlin
Tysk Berlin ist ein junges Berliner Label für maßgeschneiderte Lederkleidung und Fetisch-Accessoires – stylish, hochwertig und individuell.
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Mr.B
Mr. B ist mehr als nur ein Store – es ist ein stylischer und offener Ort für alle, die Lust auf Fetisch, Fashion und Freiheit haben. Ob Leder, Rubber oder raffinierte Accessoires: Hier findet jeder das gewisse Etwas.
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House of Riegillio
MR. Riegillio mischt Fetisch und Street Fashion zu einem bunten, inklusiven Statement. Entdecke Looks, die Mut machen und Farbe ins Spiel bringen – jetzt auch in Berlin!
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Extrascharf Brillen + Kontaktlinsen
Beliebter Ausstatter für den queeren Kiez in Sachen "besser Sehen" und "besser Aussehen". Außergewöhnlichste Brillen sind das Markenzeichen, aber Kontaktlinsen und Sonnenbrillen für alle sind hier zu finden. Legendär: die wechselnde und aufsehenerregende Schaufensterdeko.
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Galerie Newman
Hier gibt es zeitgenössische queere Kunst aus Malerei, Fotografie und Skulptur – international, vielfältig und inspirierend.
Zur WebsiteWarum der Nollendorfkiez so viele queere Orte hat
Schöneberg ist seit über hundert Jahren ein Zentrum queeren Lebens in Berlin. Schon im späten 19. Jahrhundert zog die Gegend rund um den Nollendorfplatz Menschen an, die in das ordentliche bürgerliche Stadtgefüge nicht hineinpassten — Künstler*innen, queere Menschen, Performer*innen, Intellektuelle. In den 1920ern wurde der Kiez international berühmt für seine Bars, Kabaretts und die Sichtbarkeit, die er bot. Die NS-Zeit hat fast alles davon zerstört. Ab den späten 1970ern kehrte queeres Leben wieder zurück, und über die Jahrzehnte ist ein dichtes Netz aus Bars, Shops, Cafés und Treffpunkten neu gewachsen.
Was den Nollendorfkiez von anderen queer-freundlichen Berliner Vierteln unterscheidet, ist genau diese Dichte. Auf wenigen hundert Metern zwischen Motzstraße, Fuggerstraße, Eisenacher Straße und Nollendorfstraße findest du Leder- und Rubber-Stores, schwule und lesbische Bars, einen seit Jahrzehnten existierenden Buchladen, Restaurants, eine Gedenktafel für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen — und ringsherum ganz normales Stadtleben.
Viele der Orte in der Liste oben gibt es schon seit Jahrzehnten. Andere sind neuer, setzen aber bewusst fort, wofür diese Orte standen: Sichtbarkeit, Begegnung, Schutzraum. Diese Mischung ist es, die den Kiez an einem Samstagabend anders anfühlen lässt als ein vergleichbares Viertel in Kreuzberg oder Neukölln.
Live im Kiez statt nur auf der Karte
Viele Orte wirken auf den ersten Blick wie ganz normale Bars, Shops oder Straßenecken. Auf der KiezTour erzählen unsere Drag-Queen-Guides, warum sie für queeres Berlin wichtig sind — und wie sich der Kiez über die Jahrzehnte verändert hat. Touren starten jeden Donnerstag um 17:30 Uhr; englischsprachige Touren auf Anfrage.